G E R M A R I N G E N  mit allen Ortsteilen

 

 Frühstück 60+  in 2012

 

 

Aufführung in der Aula - 27.11.2012

 

 

 

Das umfangreiche Buffet - 27.11.2012

 

 Der Scheck wird übergeben - 27.11.2012

 

  

 

 

Tolles Buffet - 26.6.2012

 

Freundliche Bedienung - 26.6.2012

 

 

 

Rektor Josef Kreuzer in musikalischer Funktion - 26.6.2012

 

Führung von Frau Hildegard Stellmach in der Wendelinskirche - 24.4.2012

Hildegard Stellmach hat zusammen mit Josef Währinger die Geschichte der Kirche und die Bedeutung der Kunstwerke erforscht.

 

 

Basteln unter der Anleitung von Linde Kiessling - 28.2.2012

 

Der Dirigent im Hintergrund - 28.2.2012


 

 

Die „guten Geister“ in der Küche bei der Arbeit - 24.1.2012 

 

 

Frühstück 60+  in 2013

 

 

Am 22. Januar war das 1. sehr gut besuchte Frühstück im neuen Jahr. Als besondere Zugabe gab es einen Vortrag zur „Seniorengenossenschaft Riedlingen“, an dem auch einige Gemeinderäte und mehrere Mitarbeiter/innen des Gemeindeamts teilnahmen.

Der Seniorenbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, Alexander Zoller, stellte in seinem Referat das Konzept der Kleinstadt Riedlingen in Oberschwaben für das anstehende Problem der alternden Gesellschaft vor.

Im ersten Teil berichtete der Student der Fachhochschule Kempten Stefan Elischer über die Ausgangssituation der Kernstadt und des Umlandes mit seinen ca.25.000 Einwohnern und einer Quote der Generation 60+ von ca.23 %. Die Gründung dieser Seniorengenossenschaft erfolgte 1991 und hat jetzt 650 Mitglieder; davon sind etwa 150 aktiv. Das Besondere dieser Vereinigung liegt in der Bezahlung für geleistete Arbeit. Der Stundenlohn beträgt 6,80 Euro. Wer Dienstleistungen von der Genossenschaft beansprucht, bezahlt 8,50 Euro. Mit dem Differenzbetrag von etwa 1,50 Euro werden die Verwaltung und die Investitionen des Haushalts finanziert. Die Seniorengenossenschaft arbeitet wie eine Dienstleistungsfirma und braucht daher auch das entsprechend ausgebildete Personal.

 

 

    

Hr. Zoller vom LRA beim Vortrag

Im zweiten Teil präsentierte Alexander Zoller ein Foto der Aktiven aus Riedlingen. Es waren Männer und Frauen, wie sie auch unser Frühstück besuchen. Ihr Leitspruch ist: „Wir organisieren Hilfe für Ältere und nutzen dabei gleichzeitig das Potential älterer Menschen“. Wesentlich für das Gelingen ihres Projektes ist eine breite Beteiligung der Bürger und ein ausgeprägter Teamgeist. In Abstimmung mit den anderen sozialen Diensten wurde festgelegt, dass nur solche Dienste angeboten werden, die bisher nicht vorhanden sind oder wo der Bedarf nicht voll gedeckt wird. Damit die Betreuung und Versorgung älterer und hilfsbedürftiger Menschen funktionieren kann, wird von der Seniorengenossenschaft eine Leistungsgarantie geboten. So können Hilfsbedürftige in ihrer Wohnung verbleiben und müssen nicht in Alten- und Pflegeheime umziehen. Für die Gesellschaft ist damit ein wesentlicher Kostenvorteil verbunden.

Dem Gründungskomitee gehörten interessierte Bürger, Vertreter der vorhandenen sozialen Dienste und Vertreter der Kirchen an. Sie erstellten nach einer gründlichen Bedarfsermittlung einen Angebotskatalog: Betreutes Wohnen, Essensdienst, Fahrdienst, handwerklicher Hilfsdienst, Beratung, Kontakttelefon und Besuchsdienst, Angebot der Tagespflege, und, und… Für jeden Punkt des Angebotskatalogs zeichnet ein Vorstandsmitglied verantwortlich.

 

 

Bei den Besuchern des Frühstücks stellte sich die Frage der Umsetzbarkeit eines ähnlich gearteten Modells für Germaringen. Herr Zoller antwortete, dass dies einer Herkulesaufgabe gleichkommt und nur bewerkstelligt werden kann durch eine breite Mobilisierung der Senioren und aller gesellschaftlicher Schichten. Zudem kann so etwas nur in vielen (kleinen) Schritten aufgebaut werden. Einen Satz wollte er seinen Zuhörern einprägen: “Nicht nur reden, handeln“.

Weiter Informationen gibt es im Internet unter

www.martin-riedlingen.de/senioren/seniorenhomepage.htm

 

Erwin Britzger

 

 

Am 26. Februar gab es ein Frühstück mit Gesang und Verkehrsunterricht. Herr Herbert Kammerer brachte das Kunststück fertig, Verkehrsunterricht und Volkslieder in lockerer Art zu verbinden. Mit seiner kräftigen Stimme ging er auf die aktuellen Veränderungen in der Straßenverkehrsordnung besonders im Raum Kaufbeuren ein. Nachdrücklich wies er auf das Projekt der Kaufbeurer Polizei hin, ihr Augenmerk heuer auf die Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger zu legen. Wichtig ist es dabei, dass die Radfahrer ihre Fahrtrichtung beachten und die Fußgänger sich nicht auf dem Fahrradweg bewegen. Sein besonderes Augenmerk legte er auch auf die Beachtung der Regeln im Kreisverkehr und die Verwendung des Blinkers.

Zwischen die einzelnen Belehrungen über die Verkehrsregeln baute er Volkslieder ein, die allen Senioren bekannt waren und die sie dann auch lautstark mitsangen. Herrn Kammerer gilt unser herzlicher Dank für seine Ausführungen und sein „Mutmachprogramm“ im Alltag. Er wies darauf hin, dass bereits ein freundliches Grüßen am frühen Morgen das Leben erleichtert.

Unser Dank gilt auch Linde Kießling, die immer die Tische dekoriert und diesmal das Frühstück mit einer Fischplatte bereicherte. Dank auch an alle anderen Helfer, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Frühstücks engagieren. 

 

Erwin Britzger

 

 
Frühstück mit dem Behindertenbeauftragten Thomas Reischl am 23. April: An die mit Frühjahrsdekoration geschmückten Tische ließ sich eine stattliche Besucherzahl von Senioren locken. Nach der Durststrecke der Osterpause war der Wunsch nach Kommunikation groß und so fiel das Dankgebet zum Frühstück recht herzhaft aus.

Eingeladen war auch der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Thomas Reischl, um über seine Arbeit für die Behinderten der Gemeinde zu berichten. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Beratung. Im Mittelpunkt seiner Beratung steht das Thema des Schwerbehindertenausweises. Dieser ist die Voraussetzung für das Erlangen von Leistungen, die für ein Leben mit Behinderung förderlich sind. In Germaringen gibt es gegenwärtig 203 Behinderte, davon sind 172 schwer behindert, also mindestens zu 50%. 64 Personen sind gehbehindert, davon sind drei auf einen Rollstuhl angewiesen. Wichtig war ihm der Hinweis, dass seine Beratung kostenlos ist. Ausgehend von seiner persönlichen Situation lag es ihm am Herzen, auf das Umfeld eines Behinderten hinzuweisen und wie entscheidend es ist, ein soziales Netz zu weben. Seine Arbeit als Behindertenbeauftragter erfüllt er neben seiner beruflichen Tätigkeit in einer Firma. Um zu zeigen, dass man als Behinderter seine Freude am Leben nicht zu verlieren braucht, erzählte er diese Anekdote: Ich wollte so gerne Mittelstürmer beim SVO werden, konnte mich aber als Rollstuhlfahrer nicht durchsetzen. Ich verlegte mich daher auf das Erlernen von Sprachen und erteile nun Nachhilfeunterricht für Kinder und Erwachsene, was mir viel Spaß macht.

Unser Dank gebührt ihm für seine interessanten Ausführungen und Hilfestellungen, die auch prompt im Anschluss an sein Referat in Anspruch genommen wurden. Ansonsten erreicht man Thomas Reischl über seine private Telefonnummer. Ein herzlicher Dank auch an alle, die mitgeholfen haben, das Frühstück zu einem Erlebnis zu machen.

 

Erwin Britzger

 

 

Frühstück mit Dichterlesung am 14. Mai: zum Frühstück im Mai wurden die Gäste mit einer Dichterlesung überrascht. Rudolf Holzmann, Konrektor i. R. aus Waal war eingeladen, aus dem Leben und Wirken unseres Heimatdichters Peter Dörfler zu berichten. Die Ahnen des Dichters waren nach dem 30-jährigen Krieg aus dem Ahrntal in Südtirol nach Untergermaringen gekommen und waren alle Bauern. Auch sein Vater war Bauer und Bürgermeister dort, bevor er nach Waalhaupten zog, um dort einen größeren Hof zu bewirtschaften.

Die Kindheitserinnerungen hatten Peter Dörfler tief geprägt und waren für ihn immer wieder Stoff für sein literarisches Schaffen. Der Tod seiner Mutter im Jahre 1907 hatte ihn tief erschüttert und er ging sofort daran, ihr Andenken poetisch zu würdigen. Aus der tiefen Prägung durch seine Eltern entstanden die Werke „Als Mutter noch lebte“ und „Vaters Hände“. Diese Kindheitserfahrungen befähigten ihn auch zu seinen drei Berufungen: zum Priester, zum Pädagogen und zum Dichter. Alle drei Wirkungsbereiche nahm er sehr ernst und war sie alle mit ganzer Seele, obwohl er immer wieder von starken Selbstzweifeln geplagt wurde.

Rudolf Holzmann las uns auch aus den Werken des Dichters vor. Die Geschichte von dem Besuch des Patenkindes bei seiner Großmutter in Untergermaringen entlockte den Zuhörern ein mitfühlendes Schmunzeln, besonders wenn die Oma ihren Ehegatten mit „Gotz, gotz, gotz“ begrüßte und erleichtert auch wieder „Gotz, gotz, gotz“ murmelte, wenn er das Haus wieder verließ. Den Begriff „burgelen“ führte der Dichter aus, wenn er von dem sparsamen Leben seiner Base Walburga erzählte, die jeden Heller mehrmals umdrehte, bevor sie ihn ausgab.

Für seinen aufschlussreichen Vortrag und seine kurzweiligen Geschichten aus dem Leben des Dichter erhielt Rudolf Holzmann dankbaren Applaus. So eine beeindruckende Dichterlesung kann durchaus die Initialzündung für eine eigene Beschäftigung mit dem Dichter sein.

Nicht „burgelen“ wollte die Gruppe 60+, als sie der Initiatorin und Organisatorin Linde Kießling für die Arbeit zum Osterbasar in der Schule dankbar einen Blumenstrauß überreichte.

 

Erwin Britzger

 

 

Frühstück mit Dr. Greifenhagen am 24. September: „Wann ist denn endlich wieder Frühstück?“ Diese Frage hörten wir oft und fast vorwurfsvoll. Endlich war es wieder soweit. Die Besucher konnten sich wieder treffen und in vertrauter Runde eine gemeinsames Frühstück einnehmen. Im Anschluss daran wartete Dr. Greifenhagen mit Anekdoten aus dem reichen Schatz seiner Erinnerungen aus seiner ärztlichen Tätigkeit auf. Niemand brauchte zu fürchten, dass persönliche Daten preisgegeben werden, denn er hatte die Namen verändert. Dass er dabei sogar ein Erlebnis meines Vaters verarbeitet hatte, war dann doch eine Überraschung. Für den unterhaltsamen und kurzweiligen Vortrag erntete er viele Lacher und dankbaren Applaus.

 

 

Dr. Greifenhagen mit Zuhörerinnen

 

die neue Kaffeemaschine und eine begeisterte

Kaffeeköchin

 

Die Projektgruppe 60 + war stolz darauf, sich eine eigene Kaffeemaschine für fast 400 Euro leisten zu können. Sie wurde aus den großzügigen Spenden der Besucher unseres Frühstücks in den letzten Jahren finanziert. Vielen herzlichen Dank dafür ! So wird Roswitha Rager entlastet, die bisher ihre eigene Maschine zur Verfügung gestellt und mitgebracht hatte. Auch ihr wollen wir herzlich dafür danken. Die neue Maschine soll ihre Dienste noch längere Zeit beim Frühstück erfüllen. So bildet sie einen Garant dafür, dass dieses Projekt auf längere Zeit angelegt ist.

 

Erwin Britzger

 

 

Frühstück und Geschenktüten am 15. Oktober:

Mit frühstücken allein ist es noch nicht getan. Linde hatte schon vorsorglich beim letzten Frühstück Arbeitsaufträge erteilt und die Gäste zum Basteln eingeladen. So kamen unsere Besucher nach der Stärkung am Frühstücksbuffet mit alten Kalendern, Scheren und Kordeln gewappnet an den Basteltisch. Obwohl die letzte Handarbeitsstunde für die meisten Bastelfreunde schon Jahrzehnte zurückliegt, gab es keine Verletzungen. Niemand schnitt sich in den Finger.

Vorsorglich hielten sich die Herren im Hintergrund und beobachteten lieber bei einer Tasse Kaffee das geschäftige Treiben. Um so mehr bewunderten sie dann die fertigen Geschenktüten mit Motiven von der Wendelins- oder Georgiberg-Kirche.

Nun haben die Omas und Opas die Hausaufgabe, sich zu überlegen, wie sie ihre Geschenktüten mit sinnvollen Sachen für ihre Enkel füllen. Herzlicher Dank geht an Linde Kießling, die geduldig und umsichtig das Basteln leitete und zu weiterem Handarbeiten animierte.

 

Erwin Britzger

 

 

Frühstück im Voradvent am 26. November: Linde Kießling hatte die Tische mit ihren selbst gestalteten Kugeln und grünen Zweigen weihnachtlich verzaubert. Die Dekoration durfte anschließend von den Besuchern erworben werden. Der Erlös kommt dem sozialen Zweck des Weihnachtsmarkts zugute.

 

Adventsgesteck

 

Leider war unser H.H. Pfarrer Dr. Gaida verhindert, auch uns mit seinem Besuch zu beehren. Wir sind aber zuversichtlich, dass er ihn bald nachholen kann. Josef Währinger fiel die Aufgabe zu, eine längere, handgeschriebene Weihnachtsgeschichte von Josefine Negele vorzutragen. Er tat dies so gekonnt, dass er kräftigen Applaus erhielt und ein Dauerabo für solche Aufgaben gewann.

Der Tisch war diesmal besonders reich gedeckt, auch deshalb, weil einige Gäste mit eigenen Kreationen das Büffet bereicherten. Vielen herzlichen Dank dafür. Dank gebührt auch allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen und den Gästen ein paar heitere Stunden bereitet haben.

 

Erwin Britzger / Josef Währinger

 

 

 

Frühstück 60+  in 2014

 

 

Frühstück im neuen Jahr

Am 28. Januar war das 1. Frühstück im neuen Jahr. Dazu kam Hr. Heinrich Maul aus Ebenhofen. Er hat vor kurzem ein Buch veröffentlicht über das Hirtenwesen in unserer Heimat und über die Hirtenbruderschaft. Aus diesem Buch las er sehr viel Interessantes aus dem Leben der Hirten vor. Die Hirtenbruderschaft ist um das Jahr 1700 bezeugt, also die selbe Zeit, in der die heutige Wendelinskirche in Obergermaringen erbaut wurde.

 

 

Heinrich Maul beim Vorlesen

 

Helmut Heiß an der E-Orgel

 

 

Wie immer, spielte Hr. Heiß auf der E-Orgel zur Unterhaltung – herzlichen Dank beiden Beteiligten dafür !

Zum Frühstück kam auch unser Bürgermeister / Kandidat Hr. Kaspar Rager und Fr. Maria Rita Zinnecker als Kandidatin für das Landratsamt; sie machten auf die Wahl am 16. März aufmerksam.

 

Heinrich Maul, Maria Rita Zinnecker, Kaspar Rager, Erwin Britzger

Foto: Toni Ledermann

 
Erwin Britzger / Wolfgang Pfisterer

 

 

5 Jahre Frühstück 60+ 

Das Frühstück bei 60+ hat sich als zuverlässige Einrichtung im Dorfleben etabliert. Der wachsende Zuspruch durch die Besucher freut die Mitglieder der Projektgruppe und spornt uns an, Büffet und Rahmenprogramm abwechslungsreich zu gestalten.

Mit Blick auf den demographischen Wandel ein paar Worte zu unserer Zielsetzung und Motivation:

  • Wir organisieren unser Frühstück 60+ selbständig.

  • Wir sorgen für Bewegung. Einmal die Woche wird gewandert.

  • Wir haben miteinander viel Unterhaltung und Spaß.

  • Wir sorgen für Beratung und Information über unsere Homepage.

  • Unser Besuchsdienst wird gut angenommen.

 

         

          Fasching beim Frühstück im ...

      

      Betreuten Wohnen am 25. Februar

 

 

Leiter der Herzog-Sägmühle zu Besuch 

Wilfried Knorr, der Leiter der Herzog-Sägmühle war von Max Dietmar Herrmann zum Frühstück 60+ am 25. Februar eingeladen worden. In seinem Vortrag ging er auf die Geschichte, die Aufgaben und Zielsetzung der Einrichtung ein. Deutlich schilderte er die Diskriminierung, Ausgrenzung und Liquidierung der Bewohner während des Dritten Reiches. Nach vielen Rückschlägen bis in die jüngere Zeit gewinnt das Bemühen um Integration und Wertschätzung für die Behinderten an Bedeutung. Heute bietet die Institution den Jugendlichen Unterkunft und Ausbildung in 51 Berufen an. Die Besucher verfolgten seine Ausführungen gebannt und bedankten sich mit Kerzenresten und Briefmarken für die Werkstätten.

 

Erwin Britzger, Seniorenbeauftragter

 

 

Märchenhaftes Frühstück am 25. März: Ein geglücktes Debüt bot unser Haus- und Hofmusikant Helmut Heiß als „Alois geht durch die Stadt“. Seine Eindrücke von einer Rundfahrt durch Germaringen über die Kreisel, die ihn ganz schwindlig werden lassen nach Kaufbeuren, dann über Irsee und Oggenrieder Weiher zurück nach Hause ließen die Besucher schmunzeln. Mit seinen verqueren Gedanken erinnerte er die Besucher an Karl Valentin. So kann er von Glück sprechen, dass er mit seinen Gedankensprüngen über die Lokalpolitik nicht der Schnappschildkröte in Oggenried zum Opfer gefallen ist. Ein kräftiger Applaus wird ihn, und vielleicht auch andere, zu weiteren literarischen Arbeiten ermutigen.
 

Endgültig in ferne Länder über sieben Berge und Täler entführte uns die Märchenerzählerin Marie-Dorothee Ziellenbach aus Kaufbeuren. In dem ungarischen Märchen, in dem eine arme Witwe ihren einzigen Sohn verjagt, weil er für vier Kälber nur „unnütze“ Sachen wie Flöte, Maus, Laufkäfer und Schlafsack eingetauscht hatte, zeigte sie uns, wie der „Helfer“ der armen Frau und ihrem Sohn aus ihrer Not hilft. Mit ihrer ruhigen Stimme und ihrem klaren Ausdruck faszinierte sie die Gäste und ließ „märchenhafte“ Stille eintreten. So kam glaubhaft zum Ausdruck, dass Märchen Kindern Mut machen, Wertvorstallungen vermitteln und bei der Sinnfindung des Lebens behilflich sind. Der frische Eindruck dieses Vortrags wird sicher die Besucher ermuntern, auch weiter ihren Enkelkindern Märchen vorzutragen. Es war daher nicht notwendig, dies als Hausaufgabe den Omas und Opas aufzutragen.
 

Frau Ziellenbach gilt unser herzlicher Dank für ihren Vortrag und ihr Beispiel, mit welch einfachen Mitteln Kinder auch heute noch geführt werden können. Vielen Dank auch an die Projektgruppe, die die Tische frühlingshaft dekorierte und die Gäste bestens bewirtete.
 

Erwin Britzger, Seniorenbeauftragter


Aussicht vom Georgiberg Richtung Alpen im Frühjahr  
 

 

Aussicht auf St. Wendelin und die Alpen im Frühjahr

 

Nachtrag zu 5 Jahren Frühstück 60+: Wir freuen uns sehr, dass unser Senioren-Beauftragter Erwin Britzger mit einer beachtlichen Stimmenzahl wieder in den Gemeinderat gewählt worden ist. Er meinte sofort, dass dies dem Wirken der Projektgruppe 60+ zu verdanken sei, aber sein unermüdliches Engagement – insbesondere für das Frühstück und die kulturellen Beiträge – macht ihm und seiner Frau Erna keiner so schnell nach. Ebenso muss aber auch das Engagement von Josef Währinger beim Wandern 60+ erwähnt werden, der Woche für Woche neue Ziele auskundschaftet und Führungen und Gaststättenbesuche organisiert. Ich spreche sicher im Namen sehr vieler, wenn ich ihnen nach 5 Jahren Frühstück 60+ unseren Dank und unsere Anerkennung für die bisherige Arbeit ausspreche.
 

Wolfgang Pfisterer

 

 

Frühstück am 29. April mit Rückblick auf fünf Jahre 60+: Fünf Jahre frühstücken in der Gemeinschaft mit den Bewohnern des Hauses St. Wendel war Anlass für einen Rückblick auf die Aktivitäten der Projektgruppe. Bei aller Freude über die schönen Erlebnisse beim Wandern und in die ortsübergreifende Begegnungen beim Frühstück darf nicht übersehen werden, dass alles bisher in die Wege geleitete ehrenamtliche Engagement nur ein erster Schritt sein kann auf dem Weg in eine Dorfgemeinschaft, in der älteren Bürgern Ehre und Hilfe entgegengebracht wird. Unser Bemühen zielt darauf ab, zu zeigen, dass wir 60+ler uns auch selber helfen können. Wir begreifen unser Alter nicht als schweren Schicksalsschlag, sondern als Herausforderung.

 

    

Josef Währinger beim Vortrag       

 

Josef Währinger hatte sich die Mühe gemacht, eine Bilderreihe vom Frühstück und den Wanderungen zusammen zu stellen. Dass er seinen Vortrag und seine Bilder noch mit Mozartmusik, fröhlichem Kinderquieken und Gedanken berühmter deutscher Dichter hinterlegt hat, ließ aufblitzen, dass in ihm ein weiser Philosoph steckt. Vielen herzlichen Dank für Deine Arbeit und auch für die immer bestens vorbereiteten Wanderungen.

 

 

Erwin Britzger, Seniorenbeauftragter

 

 

 

 

Die Rückschau auf „5 Jahre Wandern 60+“ stieß auf großes Interesse

 

 

Frühstück am 27. Mai in der Schule: Wer freut sich mehr auf das Frühstück, die Schüler/innen oder die Senioren? Diese Frage ist nicht genau zu klären. Jedenfalls war allen Beteiligten anzusehen, dass sie mit Freude und Appetit das Frühstück genossen.

 

Die fleißigen Schülerinnen

 

Die Schülerinnen hatten unter Anleitung der Fachlehrerin Frau Monika Blanke eine sehr reichhaltiges und ausgewogenes Angebot an leckeren Speisen vorbereitet und hergerichtet. Dafür zeigten sich die Senioren von der spendablen Seite und honorierten den Fleiß mit einer großzügigen Spende. Unser Dank gilt den Schülerinnen für ihren netten Service und den Lehrkräften für ihre Mühe und Vorbereitung.

 

Die Übergabe des Schecks ...

 

... und der Scheck
 

 

   

Julia Kaufmann, Herr Jung und Erwin Britzger

 

Der Willkommensgruß der Kinder der 2. und 3. Klasse in vier Sprachen wurde von den Senioren mit herzlichem Applaus belohnt. Wie beglückt die Generation 60 plus war konnte man hören, als die Senioren noch auf dem Nachhauseweg Melodien der Kinder nachsummten. Vielen herzlichen Dank an die beiden Lehrkräften Joachim Jung und Julia Kaufmann ! Die Lieder kamen aus dem laufenden Unterricht und waren ohne extra Vorbereitung vorgetragen worden. Wir danken auch dem Rektor Josef Kreuzer für die freundliche Begrüßung und Aufnahme.


Erwin Britzger

 

 

 

Letztes Frühstück 60+ vor der Sommerpause am 24. Juni:dabei erwartete die Besucher wieder ein gedeckter Tisch. Auch Gäste hatten für die Reichhaltigkeit des Büfetts gesorgt und leckere Sachen mitgebracht. Recht herzlichen Dank dafür !

 

Linde Kießling hatte sich schon mehrfach als kulturbeflissen gezeigt. Diesmal trug sie ein Gedicht aus ihrer Jugendzeit vor, in dem sie ihre Hoffnungen zum Ausdruck brachte. Die Reime gaben aber nicht die Realität wieder, dass sie im Rentenalter noch im Dienste der Allgemeinheit aktiv sein werde. Auch Dir, liebe Linde, herzlicher Dank für Deine Ideen und die immer originellen Tischdekorationen !

 

Josef Währinger zeigte den dritten Teil aus seinem Fundus und ließ die Bilder aus dieser Zeit Revue passieren. Man ist immer wieder erstaunt, welche Gedanken ihm beim Präsentieren der Geschichte von 60+ kommen. Seine Gedanken lassen aufleuchten, welche Mühe und Hingabe dahinter stecken. Bravo Josef !

 

Wenn auch einige Gäste meinten, die Zeit bis zum 23. September sei schon sehr lang, so war doch die einhellige Meinung der Projektgruppe, diese Pause verdient zu haben. Auch den treuen Gästen gilt unser Dank. Sie zeigen mit Ihrem Besuch, dass Ihnen das Erlebnis der Gemeinschaft wichtig ist und dass sie sich noch aktiv in die Gesellschaft einbringen möchten. Dies macht Hoffnung auf die vor uns liegende Aufgabe: „Die Gründung einer Seniorengenossenschaft“

 

Erwin Britzger

 

 

Pater Thiemo am 23. September zu Gast beim Frühstück 60+: Auf großen Zuspruch stieß der Besuch unseres Gastes Pater Thiemo aus Tansania bei den Besuchern unseres Frühstücks. Frau Hermine Seitz hatte einen Film von seinem goldenen Priesterjubiläum, das er in Tansania feiern durfte, zur Verfügung gestellt.

Pater Thiemo beim Vortrag

 

   Die ungeteilte Aufmerksamkeit während der Vorführung offenbarte, welch großes Interesse die Gäste an der Arbeit des Paters in dem afrikanischen Land hatten und welche Bewunderung sie seinem Wirken zollten. In seinen begleitenden Worten wurde spürbar, warum die Afrikaner ihn so in ihr Herz geschlossen hatten. Er nimmt ihre Sorgen und Probleme wahr und sucht nach einfachen Rezepten, wie geholfen werden kann. Dabei begegnet er seinen Schützlingen auf Augenhöhe, nimmt sie ernst und vermeidet jeden Anflug von Besserwisserei.

 

Das kommt an und so konnte er viel bewirken und Gutes tun. Inzwischen hat er sich weitgehend aus der Verantwortung für seine Gemeinde zurückgezogen und vertraut die Arbeit seinen afrikanischen Brüdern an. Die Gäste des Frühstücks staunten besonders, was die Afrikaner alles zur Opferung an den Altar brachten (z.B. lebende Tiere). Sie ließen sich dann davon inspirieren und spendeten auch reichlich für den Gast und seine Arbeit in Tansania. Unser herzlicher Dank gilt Pater Thiemo für seinen bewegenden Beitrag und Frau Hermine Seitz für die Bereitstellung des Filmes.

 

Erwin Britzger

 

 

Gedenken an Dr. Reiner Kießling

  Gedenktisch für Reiner Kießling

 Die Projektgruppe 60+ der Gemeinde Germaringen möchte Dr. Reiner Kießling ganz herzlich „Danke“ sagen. Reiner, Du warst von Anfang an bei unserer Seniorenarbeit dabei. Du wolltest nicht nur dabei sein, sondern Dich auch selber aktiv einbringen. So hast Du unser Frühstücksbuffet sowie den Christkindlesmarkt immer wieder mit Deinen Fischdelikatessen bereichert.

Besonders aber hast Du uns beschenkt mit Deiner jährlichen Einladung zur Fischfarm nach Welden. Der Rundgang um die Teiche, die Begleitung bei der Fütterung und die Beobachtung Deines sorgfältigen Umgangs mit der Natur ließen uns erahnen, welche Ehrfurcht Du der Natur, der Schöpfung Gottes, entgegenbrachtest. Für uns waren es immer unvergessliche Tage und Erlebnisse. Mit letzter Kraft hast du uns auch heuer noch bewirtet und verköstigt. Dafür sind wir Dir Reiner, die Projektgruppe 60+, die Wanderer und die Bewohner des Hauses St. Wendel besonders dankbar.

Vergelt`s Gott Reiner !

 

 

 

Frühstück am 28. Oktober: Fast 50 Anwesende genossen nicht nur den kulinarischen Teil, sondern auch den kulturellen Teil des Frühstücks im Betreuten Wohnen. Eingeladen war diesmal der Dichter Peter Würl aus Obergünzburg. Besonders interessant waren die Gedichte und Sagen aus seinen Buch „Das wunderliche Allgäu“ bzw. aus seinem neu herausgekommenen Buch „Geheimnisvolles Allgäu“, weil sie aus unserer Gegend erzählen und weil kein geringer Teil der Anwesenden durch die wöchentlichen Wanderungen der Wandergruppe 60+ schon vor Ort war.

 

 

 Frühstücks-Buffet

 

 Peter Würl

 

So handelten die Lesungen von der Teufelsküche in Liebenthann und vom verschwundenen Schloss Günzach / Grüneck, von den sagenhaften Hintergründen der Flussnymphe Guntia und von der „weisen Frau“. Interessant wären auch die Sagen über den Elbsee und die Geschichten der St. Walburga und St. Ottilia von Ruderatshofen bzw. Hörmannshofen gewesen, leider reichte die Zeit dafür nicht mehr aus. Peter Würls dichterisches Können ist es, mit Wörtern Bilder zu malen - ungewöhnliche Bilder, die sich jedem offenbaren, der zuhören kann. Seine Lyrik fasziniert durch einen Reichtum an Metaphern und viel Fantasie. In den Pausen zwischen den Lesungen fanden die Zuhörer bei Kerzenlichtatmosphäre genügend Zeit, sich bei ruhiger Musik der Meditation hinzugeben oder sich weiter inspirieren zu lassen. Ein wahrhaft schönes Erlebnis.


Texte: Erwin Britzger / Fotos: Josef Währinger

 

 

 

Frühstück am 25.11.2014:

    

Bruder Andreas

Bruder Andreas zu Besuch bei 60+:

Noch frisch in Erinnerung war den Senioren der Vortrag von Pater Thiemo, der von seinem Leben und Wirken in der Mission in Uwemba in Tansania berichtet hatte. Nun zeigte uns Bruder Andreas einen Film über seine Arbeit in derselben Missionsstation. Er hatte die weite Reise aus der Nähe von Zürich auf sich genommen, um den Eindruck von der Missionsarbeit „unseres“ Missionars zu vertiefen.Die wesentliche Aufgabe von Bruder Andreas bestand im Aufbau von Bäckereien und der Ausbildung von Bäckern. Insgesamt verstand er seinen Auftrag als Hilfe zur Selbsthilfe. Aus seinen Worten und begleitenden Kommentaren blitzte schon ein klein wenig der Stolz auf ein gelungenes Werk auf. So konnte er Bilder zeigen, wie seine Zöglinge selbständig und hygienisch einwandfrei eine Bäckerei betreiben und wirtschaftlich führen. Am meisten beeindruckten die Szenen aus dem Waisenhaus, wie Schwestern die anvertrauten Aidswaisen fürsorglich betreuen und erziehen. Eines dieser Kinder war im Wald ausgesetzt worden und erfährt jetzt liebevolle Zuwendung und Geborgenheit.

Bruder Andreas hatte ein Geheft vom Leben und Wirken „unseres“ Paters Thiemo dabei. Es ist für 25 Euro noch bei Georg Biechele zu haben.

Vielen Dank an Bruder Andreas für seinen Vortrag !

 

  

Exotische Gäste aus Eritrea zu Besuch:

Ganz schüchtern betraten fünf Asylbewerber den Frühstücksraum und wurden von den Senioren herzlich mit Applaus begrüßt. Ich hatte sie am Sonntag nach dem Gottesdienstbesuch angesprochen und sie zu uns eingeladen. Der Begrüßungsapplaus zeigte, dass die Senioren keine Berührungsängste haben und den Gästen mit offenen Herzen begegnen. Besonders deutlich wurde die Aufgeschlossenheit gegenüber den neuen Mitbürgern, als sie sich namentlich vorstellten. Einige konnten sich schon deutsch bekannt machen mit den einleitenden Worten: „ Ich heiße…,ich komme aus Eritrea“.

Asylbewerber aus Eritrea

Frau Heringer hatte mir von einem persönlichen Erlebnis mit einem von ihnen berichtet. Er war über ihren Zaun gehüpft und hatte ihr, der “Mama“, wie er sie genannt hatte, bei ihrer Gartenarbeit geholfen. Er hatte sich standhaft geweigert, eine Entlohnung für seine Hilfe anzunehmen. Hier zeigt sich, wie diese Asylbewerber sich einbringen wollen, ohne dass ein Amt eingeschaltet wird. Die drängende Frage, warum und wie diese jungen Männer zu uns gekommen sind, konnte an diesem Tag nicht beantwortet werden. Sie bleibt ein Thema für ein späteres Frühstück.

Wir wünschen unseren neuen Mitbürgern, dass sie bald eine Beschäftigung finden, die sie ausführen dürfen und bei der sie sich wohlfühlen.

 

Texte: Erwin Britzger / Fotos: Josef Währinger