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 Frühstück 60+  in 2017

 

Die „Geschwister–Fuchs-Stiftung“ wurde vorgestellt beim Frühstück am 24. Januar: Stiftungsvorsitzender Josef Kreuzer hatte sich bereit erklärt, von der Gründung und dem Stiftungszweck der „Geschwister-Fuchs-Stiftung“ zu berichten.

Initiator und Ideengeber dieser Stiftung war Maria Wölfe, die aber ihr Vorhaben nicht mehr umsetzen konnte, weil sie 2006 erkrankte und kurz darauf verstarb. Elisabeth Höckrich nahm ihre Pläne im März 2007 erneut auf, stellte einen Grundstock von 50.000 Euro zur Verfügung und verwirklichte das Vorhaben. Durch weitere Spenden ist dieser Stock zwischenzeitlich auf ca. 400.000 Euro angewachsen. Josef Kreuzer führte aus, dass Zuwendungen zu Stiftungen steuerlich absetzbar sind und einen lukrativen Anreiz zur Verwendung des Vermögens bei der Übergabe bilden. Die Erträgnisse dieser Stiftung werden ihrem Wunsch gemäß zur Erhaltung der Wendelinskirche und der Ausbildung in den Musikvereinen Germaringen und Ketterschwang verwendet. Für die gegenwärtige Renovierung der Wendelinskirche ist heuer bereits ein höherer Betrag bereitgestellt worden.

   Altbürgermeister Josef Kreuzer beim Vortrag

   Die Lautsprecheranlage

Josef Kreuzer ging in seinem Bericht auch auf die „Stiftung Sport- und Altenhilfe“ ein, die von Georg Biechele gegründet wurde. Aus dieser Stiftung konnte die Küchenzeile im „Haus St. Wendelin“ finanziert werden, die für die Bewirtung beim Frühstück 60+ sehr hilfreich ist. In diesem Jahr wurde die Lautsprecheranlage aus dieser Stiftung bezahlt. Wir danken dem Stiftungsvorsitzenden Georg Biechele herzlich für die großzügige Unterstützung.

Durch die Kücheneinrichtung ist es uns möglich, hygienisch sauber das Frühstück zu präsentieren, der Lautsprecher leistet wertvolle Dienste bei den Vorträgen.

Unser Dank gilt auch Ehrenbürger und Altbürgermeister Josef Kreuzer. Es war bei seinem Referat zu spüren, dass ihm die Förderung der Stiftungen sehr am Herzen liegt.

Bericht: Erwin Britzger, Fotos: Josef Währinger

 

Frühstück mit Musik am 28. Februar: Zum Faschingsendspurt konnten die Senioren von 60+ ihr Frühstück bei Musik genießen. Mit Oldies und Evergreens ließen sich die Besucher in beste Faschingslaune versetzen und unterhalten.

Sie ließen sich nicht lange bitten, sangen mit und schunkelten zu den altbekannten Schlagern. Die Stärkung durch das gute Frühstück weckte neue Lebensgeister, die Stimmung nahm Fahrt auf und das Tanzbein wurde geschwungen.

 

Schließlich schlossen sich die meisten Besucher der Polonaise an und schwangen sich im Wiegeschritt durch das Foyer.

 

So klang das Frühstück bei fröhlichen Klängen und kräftigem Gesang aus. Unser Dank gilt dem Musiker, der den Gästen eine besondere Freude bereiten konnte.

Ebenso bedanken möchten wir uns bei Alois Dopfer für die neu bezogenen Stühle.

Bericht: Erwin Britzger, Fotos: Wolfgang Pfisterer + Josef Währinger

  

 

Die Heilkraft der Bäume – ein Thema beim Frühstück am 28. März. Bertlies Adler führte uns in die Geheimnisse der Kräfte unserer Bäume ein. Sie betonte, dass schon unsere Ahnen, die Kelten, um ihre Heilkräfte wussten. In ihrer Kultur wurden die Bäume verehrt und dienten als Versammlungs- und Gerichtsorte.

   

Bertlies Adler beim Vortrag

Besonders Eichen und Buchen symbolisierten Lebenskraft, Weisheit, Ruhe, Erholung und Schutz. Von den Bäumen konnten sie auch leben: Ihre Früchte dienten als Nahrung, ihr Laub als Polster und Wärmeschutz und ihr Holz fand Verwendung bei der Anlage von Behausungen. Eine ebenso wichtige Rolle spielte die die spirituelle Kraft der jeweiligen Baumsorten, die direkt auf die Seele der Menschen und somit auf die Stimmung wirkt. Wer sich an einen Baum lehnt oder ihn umarmt und ihn auf sich wirken lässt, kann dessen Kraft spüren.In ihrem Vortrag ging Bertlies Adler auf die heilende Wirkung der einzelnen Baumarten ein. Der Saft der Birken dient dem Menschen primär als Ableiter, er entspannt, beruhigt die Nerven und bringt wieder Fröhlichkeit und Licht in die Seele. Die Eiche wird in der Baumheilkunde zum Auftanken verwendet. Sie fördert nach Erkrankungen die Regeneration. Die Fichtennadeln öffnen und reinigen die Atemwege und verhelfen zu einer tieferen Atmung. Die Linde hilft bei Problemen in der Partnerschaft. Ein Senior bemerkte, dass die Frage der Eifersucht keine großen Verwerfungen mehr in der Lebensführung der Senioren herbeiführen könne. Der Lindenblütentee sei daher nicht mehr so lebensnotwendig. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der gezielte Einsatz der Heilkräfte der Bäume die Lebensqualität auch der älteren Generation erhält und steigert.

Wir danken Bertlies Adler herzlich für ihren Vortrag und ihre praktischen Anregungen.

Bericht: Erwin Britzger, Foto: Josef Währinger

 

 

Thema beim Frühstück am 25. April war das „Sagenhafte Ostallgäu“. Josef Währinger hatte sich auf einer Wanderung zum Elbsee als Kenner des Allgäuer Sagenweges geoutet. So eine Quelle unserer Heimatgeschichte durfte natürlich nicht verschüttet bleiben. Er kam der Bitte, beim Frühstück 60+ seine Nachforschungen zu diesem Thema zu präsentieren, gerne nach.
 

Zuerst ging er auf die Entstehung von Sagen ein. Ihren Ursprung nahmen die Sagen in dem Versuch, unerklärliche Wahrnehmungen in der Natur zu deuten. Als Erzählungen wurden sie dann von Generation zu Generation mündlich überliefert und weitergegeben. Auf den Wanderwegen rund um die Verwaltungsgemeinde Biesenhofen mit den Mitgliedsgemeinden Aitrang, Ruderatshofen, Bidingen und Ebenhofen wurden im Jahre 2011 massive Infotafeln mit lebensgroßen Sagenfiguren errichtet. Darauf finden sich dramatische und phantastische Geschichten, die von Mythen. Geistern, Hexen, Ungeheuern und Feen erzählen.

 

Das Märzenburgfräulein

 

Der Schnoarfler von Wenglingen

Einige dieser Geschichten ließ uns Josef nacherleben, ohne uns dabei aber erschrecken zu wollen. So ging er auch auf die Geschichte um die Märzenburg ein, in welcher angeblich drei Burgfräulein hausten, die einander verfluchten und mitsamt der Burg untergingen. Noch heute wird während des Tänzelfestes mit einem Lauf daran erinnert.

Unserem Josef sei für diesen Vortrag herzlich gedankt. Wer sich näher mit diesen Sagen beschäftigen will, braucht sich nur unserer Wandergruppe am Mittwoch anzuschließen. Josef schafft es immer wieder, uns auf diese sagenhaften Wege zu führen.

Bericht: Erwin Britzger, Fotos: Josef Währinger

  

 

 

Beim Frühstück am 23. Mai war Singen angesagt. Maria Miller hatte einen bunten Reigen von gern gesungenen Liedern zusammengestellt und begleitete uns mit frohem Gesang in die schönste Jahreszeit. Es ist schon zur Tradition geworden, mit Maria zu singen und alte Lieder wieder in Erinnerung zurückzurufen.

So kommen wir dem Wunsch nach, neben Vorträgen auch die musische Seite zu pflegen. Liebe Maria, wir freuen uns alle schon auf den Herbst und Deinen Beitrag zu unserem Frühstück, und herzlichen Dank auch an Dich.

Bericht: Erwin Britzger, Foto: Josef Währinger

   

 

 

    

Maria Miller am E-Piano

  

Beim Frühstück am 27. Juni waren wir eingeladen zu einem Frühstück in der Schule. Ein besonderes Erlebnis ist es für die Senioren von 60+, zu Gast bei Kindern zu sein. Die Schüler des Hauswirtschaftskurses unter Leitung von Lehrerin Frau Magdalena Mosig hatten eingeladen und präsentierten schmackhafte Leckereien.

Frau Magdalena Mosig mit dem Hauswirtschaftskurs

Es wurde nicht ganz klar, was den Gästen mehr imponierte: der zuvorkommende Service durch die jungen Damen und Herren oder das auch farblich reizende Frühstücksangebot an der Theke. Die Schüler hatten sich seit Tagen inhaltlich vorbereitet und waren sichtlich bemüht, den besonderen Ansprüchen der Senioren gerecht zu werden. Den jungen Köchen gelang so eine ausgewogenes Mahl, das die Vitaminzufuhr befeuerte und gleichzeitig das Bedürfnis nach verwöhnt werden befriedigte.

Das Buffet von Westen (salzig → süß)

 

Das Buffet von Osten (süß -> salzig)

In ihrem Applaus für die Gastgeber drückte sich die Dankbarkeit für die Gastfreundschaft und das Lob für die Anstrengungen der Schüler und ihrer Lehrerin Frau Magdalena Mosig aus.

 

Herr Achim Jung mit dem Kinderchor

Anschließend waren es die Kinder der 5. Klasse, die unter Leitung von Achim Jung die Gäste mit rhythmischen Klängen in exotische Länder entführten. Bei den Canons ließen es sich die Senioren nicht nehmen, auch mit zu summen. Obwohl die älteren Herrschaften kaum etwas von den Texten verstanden, wurden die Kinder mit kräftigem Applaus verabschiedet.

aufmerksame Zuhörer

Rektor Josef Kreuzer holte uns mit schwäbischen Liedern zurück ins Heimatland. Eine Dame äußerte ihre Eindrücke mit den Worten: „Es ist halt so schön, wenn wir wieder in der Schule sind.“

Herzlicher Dank an Josef, Achim, Magdalena und an alle Kinder, die zum Gelingen beigetragen haben.

Bericht: Erwin Britzger, Fotos: Wolfgang Pfisterer

  

 

Beim Frühstück am 26. September gab es einen Vortrag mit klugen Sprüchen auf Grabsteinen. Josef Währinger hatte zu diesem Frühstück eine Überraschung serviert.

 

Wendelinskirche von Linde Kießling

Erst schilderte er die notwendige und wünschenswerte Renovierung der Außenfassade der Wendelinskirche. Bei genauer Inspektion des Daches der Türme hatten sich Schäden gezeigt, die dringend behoben werden mussten. Josef erläutere die bisher geleistete Vorarbeit, um den finanziellen Bedarf abzudecken.

Schäden am Turm

Dann zeigte er uns Bilder von der feierlichen Einweihungsfeier durch den Weihbischof Florian Wörner.

 

Zug von St. Michael nach St. Wendelin die innen renovierte Wendelinskirche

am Altar in der Wendelinskirche

Weil er aber von dieser Feier nur wenige Bilder präsentieren konnte, griff er in seinen Bilderfundus. Er erinnerte sich an seine Schulzeit in Denklingen, als er auf Klassenwanderungen Friedhöfe besuchen und Grabsteine zeichnen musste. Dabei hat er sein Faible für diese Volkskunst entdeckt.

Friedhof in Süd-Dalmatien

Bei einem Besuch des Friedhofsmuseums in Kramsach fotografierte er eine Reihe von Sprüchen mit teilweise makabrem und hintergründigem Humor auf den Grabdenkmälern. Beim Lesen dieser Sprüche auf den Gräbern durfte ordentlich gelacht werden (Bilder folgen beim nächsten Bericht).

Vielen Dank an Josef für seinen Bericht von der Eröffnungsfeier und der vollständigen Renovierung der Wendelinskirche.

Bericht: Erwin Britzger, Fotos: Josef Währinger